Microstrahlen
erodierter Oberflächen:
Sowohl
beim Draht- als auch beim Senkerodieren entsteht durch
die hohen Temperaturen (3500° C) beim funkenerosiven
Abtrag eine sogenannte weisse Zone (Martensit/Zementit).
Es handelt sich dabei um wieder erstarrte Schmelze,
die, abhängig von der Wärmeableitung in das
Werkstück und in das Dielektrikum, kristallin aufgebaut
wird. Die Schmelze hat einen hohen Kohlenstoffgehalt.
Metallographische Untersuchungen der Firma Böhler
Stahl haben bestätigt, dass diese Zone je nach
Abtragungsleistung (Entladeenergie) unterschiedlich
dick ist (0 bis 0,2 mm). Die Struktur der erodierten
Oberfläche ist unregelmässig, zerklüftet
und zeigt Schmelzüberlappungen.
Es
ist wichtig zu wissen, dass bei jedem funkenerosiven
Prozess eine solche weisse Zone beim Hartmetall
auch Schmelzzone genannt entsteht und dass
diese Schicht nur negative Eigenschaften aufweist.
Sie kann weder geätzt (Strukturätzen), nitriert
(Gas- und Badnitrieren) noch beschichtet (galvanisch,
PVD oder CVD) werden. Das Fazit dabei ist: Die weisse
Zone muss von der Formoberfläche entfernt werden.
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